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Bauen für Kinder

 

In meinem letzten Blogartikel ging es um das Bauen mit Kindern. Aber das Thema Bauen für Kinder ist mindestens genauso wichtig. Eure Kinder sind gleichwertige Familienmitglieder und ihren Bedürfnissen und Vorlieben muss genauso Rechnung getragen werden, wie euren eigenen. Das wird leider oft vergessen. Eure Kinder werden tagtäglich mit ihrem Haus konfrontiert. Es ist ihre direkte gebaute Umwelt, die sie prägt! Winston Churchill hat mal gesagt (und er hat viele kluge Sachen von sich gegeben): „We shape our Buildings; thereafter they shape us“. Wir gestalten unsere Häuser, danach formen sie uns
Das gilt in ganz besonderem Maße für unsere Kinder!

Das ist neben euren eigenen Ideen und Vorstellungen vom neuen Haus ganz schön viel! Es lohnt sich aber kindgerecht zu planen. Können sich die Kinder mit dem neuen Haus identifizieren, machen sie beim Bau gut mit und sehen dem Umzug freudig entgegen. Sie empfinden es weniger als Einschnitt in ihrem Leben.

Bei diesem Blogartikel habt ihr erfreulicherweise mal weniger zu lesen, dafür mehr zu schauen! Bitte nicht alles zu ernst nehmen 😉

Sicher Bauen – und die begrenzten motorischen Fähigkeiten

Da ihr normalerweise auch vorher schon mit den Kindern zusammen gewohnt habt, kennt ihr ja die üblichen Tricks, um eine Wohnung kindersicher zu machen. Daher werde ich auf Steckdosenschutz, befestigte Schränke und die sichere Verwahrung von gefährlichen Stoffen und Geräten nicht eingehen.
Aber bei der Planung eures eigenen Reichs, wollt ihr ja nicht unbedingt gefährliche Fallen einbauen, nur weil ihr aus Gestaltungsgründen die Kinderaspekte völlig übersehen habt.

Auch wenn freie Wendeltreppen, freischwingende Stufen oder minimalistische Geländer toll aussehen, empfiehlt es sich bei der Planung immer zu fragen: Ist das für die Kinder geeignet, lassen sich Treppengitter befestigen, können die Kinder die Treppe sicher benutzen?
Armaturen in Küche und Bad sollten mit eingebautem Verbrühschutz gekauft werden.
Grifflose Schränke liegen seit Jahren im Trend. Beim Kauf empfehle ich darauf zu achten, dass das Öffnen der Schränke trotzdem intuitiv möglich ist. Können auch kleine Kinder sie aufbekommen? Solltet ihr beabsichtigen die Kinder irgendwann in die häuslichen Pflichten mit einzubeziehen, ist es ratsam Schränke zu wählen, die die Kinder auch bedienen können ;-).

Bauen für die Familie

Für Kinder bauen heißt ja auch für das Familienleben bauen. Der Alltag sollte gut zu bewältigen sein, und Wege so kurz wie möglich geplant werden. Das ist besonders in der Küche wichtig. Dafür ist auch genügend Stauraum in Griffreichweite wichtig. Es bringt nichts, wenn ihr im Keller oder unter dem Dach kubikmeterweise Stauraum zur Verfügung habt, wenn das dort verstaute so weit entfernt ist von da, wo man es ständig braucht. Es ist dann nicht nur gut verstaut sondern auch bald verstaubt ;-).

Familientisch

Der Mittelpunkt eures alltäglichen Familienlebens ist der Familientisch. Entweder ihr plant einen Tisch zusätzlich zum Alltagsesstisch nahe der Küche oder einen großen mit mehr Plätzen als notwendig. Hintergrund dieses Tipps: die Hausaufgaben oder die Bastelarbeiten können auch mal liegen bleiben, wenn gegessen wird. Es entspannt unheimlich das Zusammenleben, wenn ihr die Kinder nicht immer wieder an das Aufräumen erinnern müsst, weil es platzmäßig einfach egal ist. Das sollte natürlich nicht dazu verführen einen wachsenden Stapel an Kram zu tolerieren.

Platz im Eingangsbereich

Sehr von Vorteil ist auch ein großzügiger Eingangsbereich, wo man sich ohne Platzmangel die Schuhe ausziehen und auch direkt verstauen kann. Wenn ihr viele Jacken und Mäntel habt, könnt ihr z. B. zwei Garderoben einplanen. Eine zum Trocknen von nassen Jacken und eine, die in einem Garderobenschrank versteckt ist. Beide sollten natürlich auch von kleinen Kindern erreicht werden können.

Eine kleine Bank ist nicht nur für die Kleinen hilfreich zum Schuhe an- und ausziehen.

Achjaaa, Kinder sind ja kleiner…

Bitte vergesst nicht, dass Kinder die meiste Zeit, in der sie bei euch wohnen, eine geringere Körpergröße haben. Dem kann man mit Miniaturausgaben von Toilette, Waschbecken und Küche begegnen. Das ist aber sehr teuer und wenn die Kinder groß sind, muss man wieder umbauen. Deshalb macht das auch keiner 😉 oder man überlegt sich flexible Lösungen ohne immer nur einen Plastikhocker bemühen zu müssen.
Zum Beispiel mit begehbaren Erhöhungen in Bad und Küche.

Gemeinschaftsbereich

Natürlich haben die Kinder eigene Zimmer, dennoch spielt sich ein Großteil des Familienlebens in einem Gemeinschaftsbereich ab (auch Wohnzimmer oder Wohnküche genannt). Oft sind die Treppen in modernen Einfamilienhäusern in diesem zentralen Raum untergebracht.
Die können auch optimal zum Spielen und Lagern genutzt werden.

Bank im Wohn- Essbereich (auch zum Lagern, wenn geschlossen)

Tiefe Fensterlaibungen sind auch für Erwachsene schön

Geteilter Spielbereich

Bei euch soll jedes Kind sein eigenes Zimmer erhalten, ihr habt aber nicht viel Platz für große Kinderzimmer? Dann ist ein gemeinsamer Spielbereich die Lösung. Die Kinderzimmer sind dann wirklich nur Rückzugsräume und zum Schlafen, gespielt wird dann aber woanders und gemeinsam.
Eine Möglichkeit: ein offener Flur im Obergeschoss. Bei kleinen Kindern muss dann der Treppenabgang aber definitiv gesichert werden.

oder im Spitzboden

oder ein eigener Raum

Im gemeinsamen Wohnbereich müssen Kinder Ordnung halten! (Öhm, ihr auch 😉 sonst machen es die Kinder erst recht nicht)
Bei hohen Räumen gibt es aber eine Möglichkeit sowohl die natürliche Nachlässigkeit der Kinder, was Ordnung anbelangt als auch eure Ordnungsliebe unter einen Hut zu bringen: ein unsichtbarer Spielbereich über einem Funktionskern. Dabei ist der besondere Witz, dass die Deckenhöhe auf dieser Empore nur so hoch ist, dass die Kinder bis zu einem gewissen Alter dort im Stehen spielen können. Es ist also ihr Bereich im Gemeinschaftsraum. Dort kann es auch mal unordentlich bleiben und man hat die Kinder trotzdem immer in Hörreichweite.

Spieltrieb und Bewegungsdrang fördern

Kletterwand im Kinderzimmer

Bemalbare Wandteile (Tafelfarbe)

Eine Rutsche bietet sich am Hochbett an. Oder, wenn ihr selbst noch einen ausgeprägten Spieltrieb habt, sogar vom OG ins EG! (Eine solche Rutsche sollte dann aber ohne viel baulichen Aufwand auch ausbaubar sein, wenn die Kinder groß sind.)

Geteilte Kinderzimmer

Ein gemeinsames Kinderzimmer ist bestimmt oft schön. Genauso oft aber total blöd. Dann brauchen Kinder einen Rückzugsort, der nur ihnen gehört. Das Bedürfnis nach Verkriechen muss befriedigt werden, wenn das Projekt „gemeinsames Kinderzimmmer“ gelingen soll.
Das geht zum Beispiel mit Alkofen, Höhlen und Tunnels.

Wenn die Kinder noch sehr klein sind, kann ein gemeinsam genutzter Schlafraum das Gemeinschafts- und Verbundenheitsgefühl der Geschwister fördern. Das ist wie bei vielen anderen Erziehungsentscheidungen jedoch ganz stark Ansichtssache. Einige meinen ein Kind braucht von Geburt an sein eigenes kleines Reich, andere lassen alle Kinder, selbst wenn es drei oder vier sind, bis sie elf/ zwölf sind zusammen in einem Zimmer schlafen und wohnen. Mein Mann und ich sind Vertreter der zweiten Gruppe und möchten es mit unseren beiden Jungs so machen (wenn die Kinder es auch wollen). Ich könnte mir sogar vorstellen, dass solange die Kinder sehr klein sind, auch das Schlafen in einem Bett für die Verträglichkeit sehr gut sein könnte. Wir werden es ausprobieren. z.B. so:

 

Für das Schlafen in einem Zimmer kommen die klassischen

Etagenbetten (eingebaut oder nicht) in Frage

oder Lösungen nebeneinander.

Dann kann zumindest kein Streit aufkommen, wer oben schlafen darf (oder muss).

Wandgestaltung im Kinderzimmer

Hier gilt: die oberflächliche Gestaltung sollte ohne viel Aufwand an den sich wandelnden Geschmack der Kinder anpassbar sein. Das Kinderzimmer einer früheren Freundin war komplett mit einer Pferdetapete zugekleistert. Klar, meine Freundin hat sich diese Tapete natürlich selbst ausgesucht, weil sie mit acht Jahren eben ein Pferdefan war. Mit 15, als der erste Freund mal zu Besuch kam, war sie von der Idee aber nicht mehr so begeistert. Letztendlich hat sie in dem Pferdezimmer gelebt, bis sie ausgezogen ist.
Wenn es eine bestimmte lustige Kindertapete sein soll, immer gerne, aber bitte nicht alle Wände inkl. Laibungen und Schrägen damit tapezieren. Die Vorlieben der Kinder werden sich wandeln, auch wenn sie sich das jetzt noch nicht vorstellen können. Aus dem Kleinkinderzimmer soll auch irgendwann ein cooles Jugendzimmer werden.

Ordnung halten

Jeder, der Kinder hat weiß: mit Kindern kann man sich von einer aufgeräumten Wohnung verabschieden. Aber es gibt Möglichkeiten das Ordnunghalten auch für Kinder zu erleichtern.
Eine einfache, wenn auch etwas gefuschte Möglichkeit ist es, bestimmte Bereiche, die anfällig sind für Unordnung, hinter Türen und Klappen verschwinden zu lassen.

Warum kein begehbarer Kleiderschrank auch für‘s Kind?

So können die Arbeitsbereiche der Kinder (Hausaufgaben, Basteln, Computer) in einem Schrank verschwinden

Viel Stauraum, der sich in Schubladen oder unter eingebauten Betten befindet, lässt es durch die glatten Flächen auch viel aufgeräumter aussehen.
Alles muss einen eindeutigen Platz haben, woran auch ihr Eltern euch halten müsst. (Ich weiß wie schwer das ist.) Nur dann kann euer Kind wirklich lernen Ordnung zu halten.

Insgesamt ist es wichtig die Kinderzimmer mit in das innenarchitektonische Konzept einzubeziehen. Einbaumöbel mit Bett, Schrank und Stauraum für Spielsachen sind immer eine schöne Sache, bei geteilten Kinderzimmern, aber umso wichtiger, damit jeder auch wirklich seinen eigenen Bereich hat, indem er sich verkriechen kann.

Und draußen?

Mindestens so, oder?

Naja, das muss nicht unbedingt sein. Aber bitte den Außenraum genauso ins Konzept integrieren, wie den Innenraum. Nichts ist doch hässlicher als ein paar lieblos verstreute Spielgeräte im Garten und ein vergammelndes Trampolin.

Irgendwann sind sie groß…

Ja, irgendwann werden die lieben kleinen zu nörgeligen Teenagern und dann dauert es nicht mehr lange, bis sie weg sind. Je nachdem wie viele Kinder ihr habt, ist das Haus dann viel zu groß.
Es gibt verschiedene Wege damit umzugehen, grundsätzlich gilt aber sich bei der Planung eures Hauses schon Gedanken zu machen, selbst wenn die Kinder noch Babys sind.
Dazu werde ich in Kürze einen eigenen Blogartikel schreiben.

Was hättet ihr euch für euer Haus und euer Zimmer gewünscht als ihr noch Kinder wart? Wie viel Entscheidungskompetenz kann man Kindern gewähren? Was ist Deine Meinung? Schreib es mir in die Kommentare.

Hausbau mit Kindern

Haus Bauen mit Kindern – Spaß statt Stress

Wer wünscht sich nicht, dass seine Kinder idyllisch im eigenen Garten spielen können?

In der Familiengründungsphase zu bauen ist ein günstiger Zeitpunkt: Man hat durch einige Jahre im Berufsleben schon einiges Eigenkapital aufgebaut und wegen dem Familienzuwachs müsste man sowieso umziehen, da der Leidensdruck in der Mietwohnung einfach zu groß wird. Darüber hinaus möchte man sich nach Jahren in einer Mietwohnung auch mal gestalterisch austoben. Und ihr (und die Kinder) habt am meisten vom Eigenheim, wenn ihr mit möglichst kleinen Kindern baut oder kauft.

Karriere – Haus – Kinder

Das ist doch die ideale Reihenfolge, oder? Meistens läuft das Leben aber nicht strikt nach Plan. Nicht jeder ist in der luxuriösen Situation den Nestbau vor dem Kinderkriegen abzuschließen. Ein Großteil der Bauherren, die ein Eigenheim bauen, haben bereits Kinder. Die Sorge ist dann schnell da, ob man den Hausbau mit ein oder zwei Kindern überhaupt schafft. Kinder bilden doch einen zusätzlichen Stressfaktor beim Hausbau, oder?

Lies weiter, damit du lernst, wie schön und lustig das Bauen mit Kindern sein kann!

Wie immer ist alles eine Frage der Einstellung und der Organisation. Wenn ihr z. B. der Meinung seid, dass Kinder nicht auf die Baustelle gehören, dann wird es bestimmt schwierig eine dauerhafte Betreuungsmöglichkeit während der Bauphase zu finden. Dann muss Mama vielleicht mit den Kindern in der alten Wohnung bleiben und kann nicht mithelfen, und irgendwann wird Papa knatschig, weil er sich mit der Baustellenarbeit im Stich gelassen fühlt.
Also nicht vergessen: Macht euch vor dem Bau klar, welche Vorstellungen und Erwartungen ihr habt und gleicht sie mit eurem Partner ab. So könnt ihr schon früh sicherstellen, dass später kein Frust entsteht.

Bauen mit Kindern? Nicht nur an die Baustelle denken!

Zunächst muss das Haus aber mal geplant werden. Achtet dabei in eurem und dem Interesse der Kinder auf folgende drei Dinge:
1. Die Kinder können und sollten, je nach Alter, in den kreativen Entstehungsprozess des Hauses und des Grundrisses mit eingebunden werden.
2. Die Belange und besonderen Bedürfnisse der Kinder müssen berücksichtigt werden.
3. Denkt schon in der Planungsphase darüber nach, was mit dem Mehr an Raum passiert, wenn die Kinder mal ausgezogen sind.
Das ist neben euren eigenen Ideen und Vorstellungen vom neuen Haus ganz schön viel! Es lohnt sich aber die Kinder aktiv mit einzubeziehen und kindgerecht zu planen. Wenn sie sich mit dem neuen Haus identifizieren können, geht die Planungs- und Bauphase für alle Familienangehörigen stressfreier über die Bühne.

Gimme Money – Förderungen

Auch in finanzieller Hinsicht lohnt sich das Bauen mit Kindern. Viele Kommunen und auch andere Institutionen bieten Förderungen für Familien mit Kindern an, die sich am jeweiligen Standort ansiedeln. Oft spielt das Einkommen auch eine Rolle. So werden besonders einkommensschwache Familien gefördert. Bei den Förderungen von Kommunen handelt es sich meist um Anreizförderungen in ländlichen Regionen.
Die Förderungen umfassen sowohl Nachlässe beim Kauf von Gemeindegrundstücken je Kind, zinsgünstige Kredite und Zuschüsse. Selbst ungeborene Kinder können bei einigen Förderprogrammen mit berücksichtigt werden.

Die Fördermöglichkeiten können sich nach Bundesland und Kommune sehr stark unterscheiden, deshalb findet ihr am Ende des Artikels einen Link zu Datenbankseiten über Fördermöglichkeiten in eurem Ort.

Stressfaktor Kinder

Der Bau eines Eigenheims ist immer eine Ausnahmesituation. Wahrscheinlich werden sich Sorgen, Vorfreude, Leistungsdruck, Stress usw. nie mehr in eurem Leben so häufen, wie in dieser Zeit. Dass ihr euch auch noch um die Kinder kümmern müsst, macht das Ganze nicht leichter. Umso wichtiger ist es, dass ihr euch gut auf diese Zeit vorbereitet habt. (Holt euch als ersten Schritt die große Checkliste VOR dem Hausbau)
Diese Tipps helfen euch die anstrengende Zeit zu meistern:

  • Den Kindern erklären, dass es eine schwere Zeit ist, die auch wieder vorbei geht.
  • Ihnen erklären, dass sie durch Gehorsam (oh Gott das hört sich schrecklich an, aber so ist es doch!) aktiv zur Entspannung der Situation beitragen können.
  • Den Kindern versichern, dass sie (meistens ;-)) nicht an eurer Gereiztheit schuld sind.
  • Kurbelt die Vorfreude auf das neue Haus an. Z.B. indem ihr euch statt der gute Nacht Geschichte gemeinsam schöne Situationen in dem Haus ausmalt.
  • Wenn ihr die Möglichkeit habt, entlastet euch so oft es geht und lasst die Kinder während der Bauphase bei Oma und Opa.
  • Bezieht die Kinder in die Planung und auf der Baustelle mit ein.
  • Eure Partnerschaft pflegen!!! Nehmt euch Zeit für die Partnerschaft, geht ohne Kinder Essen, macht ab und zu ruhige Abende, wo nicht über den Bau gesprochen wird.

Wenn ihr noch weitere Tipps habt, wie man die Überlastung in einer Bauphase mit Kindern abfedern kann, dann schreibt sie mir gerne in den Kommentaren.

Kinder mit in die Planung einbeziehen

Kinder sind kreativ. Das solltet ihr nutzen! Wenn ihr am Wochenende über euren Skizzen und Plänen brütet, erklärt den Kindern unbedingt, was ihr da macht und worum es geht. Schließt sie bitte nicht aus! Sonst entwickeln sie eine Trotzhaltung gegen das Haus und sie können sich nicht so gut damit identifizieren. Bietet den Kindern ein gewisses Mitspracherecht an. Dafür ist es unerlässlich, dass ihr sie von Beginn an mit einbezieht und ihr sie nicht vor vollendete Tatsachen stellt.
Möglichkeiten eure Kinder mit entwerfen zu lassen:

  • Lage und Größe des Kinderzimmers,
  • Möblierung des Kinderzimmers,
  • Gestaltung eines separaten Spielbereichs (ermöglicht kleinere Kinderzimmer).
  • Bei einem gemeinsamen Kinderzimmer: Lage der persönlichen Bereiche.
  • Wenn es ein eigenes Kinderbadezimmer geben soll: Aufteilung des Badezimmers.
  • Wenn die Kinder Fragen haben, die ihr von der technischen Seite her nicht beantworten könnt, dann nehmt die Kinder auch ruhig mal mit zum Architektengespräch und lasst sie die Frage dem Architekten stellen.

Bei allem anderen, was eure Bereiche angeht, kann man sie bei dem ein oder anderen Detail auch um eine Meinung bitten. „Soll der Tisch besser quer oder längs stehen?“

In Diskussionen um Entwurfsvarianten empfiehlt es sich, dass ihr den Kindern die Varianten und die Unterschiede erklärt (so setzt ihr euch auch selbst intensiv mit den Möglichkeiten auseinander) und sie dann nach dem Favoriten fragt. Wenn ihr euch dann gegen den Favoriten der Kinder entscheidet, erklärt ihnen bitte, warum ihr so entschieden habt und welche entscheidenden Vorteile der gewählte Entwurf hat. So erlernen sie Kompromissfähigkeit, die bei dem Bau eures Einfamilienhauses unerlässlich ist!

Kinder auf der Baustelle

Oft wollen Kinder aktiv helfen. Das solltet ihr fördern und nicht mit ständigen Ermahnungen ausbremsen. Größere Kinder können schon einfache Aufgaben erledigen z.B. Steine aufstapeln, Sand in eine Schubkarre schaufeln (wenn es nicht schnell gehen muss), den Bürgersteig kehren, einen LKW „einweisen“, Werkzeuge holen usw. eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, vorausgesetzt die Aufgaben sind körperlich nicht zu anstrengend, erfordern weder Fachkenntnis noch zu großes Geschick und müssen nicht schnell gehen. Wenn das Kind dann von euch die Anerkennung bekommt, dass seine Arbeit ein wertvoller Beitrag zum Hausbau war, dann wird es sich mit Elan und Ausdauer beteiligen.

Kleinkinder können aber auch mitmachen. Gebt ihnen Kinderwerkzeuge in die Hand oder ungefährliches echtes Werkzeug und gebt auch den Kleinen Aufgaben. Sie können zum Beispiel Schrauben „nachziehen“, mit dem Spielzeugbagger Sand hin und her bewegen oder auch einfach nur mal Zuschauen, wie Papa mit der lauten Bohrmaschine Löcher bohrt.

Bei den kleineren Kindern (ca. 2,5 bis 6 Jahre) dürft ihr natürlich keine allzu große Ausdauer erwarten, aber wenn ihr ihnen immer mal wieder eine andere Aufgabe gebt, sind sie vielleicht auch ein paar Stunden beschäftigt. Wichtig ist, dass ihr ihnen klare und einfache Anweisungen gebt. Zwischendurch dürfen sie dann auch ruhig mal spielen. Denkt dafür bitte daran Spielsachen mitzunehmen, die auch dreckig werden dürfen.

Außerdem: Die Bauphase ist auch ideal, um mit den Nachbarskindern in Kontakt zu kommen.

Sicherheit geht vor

Bei allem Spaß an der Arbeit: Sicherheit geht vor. Wenn ihr selbst auch mit Hand anlegt, könnt ihr mit den Augen nicht überall sein, deshalb sollten alle Gefahrenquellen möglichst ausgeschlossen oder minimiert werden.

  • Die provisorischen Treppengeländer so herstellen lassen, dass auch die Kleinen sicher die Treppe gehen können.
  • Gleiches gilt für alle anderen Absturzsicherungen an Galerien, bodentiefen Fenstern, Balkonen etc.
  • keine Teppichmesser und andere spitze Gegenstände herumliegen lassen.
  • Elektrischen Geräte, wie Bohrmaschinen, Schleifgeräte, Flex oder Stemmhammer müssen nach Gebrauch immer ausgesteckt werden.
  • Nehmt die Kinder nur mit zur Baustelle, wenn keine Handwerker da sind. Sonst müsst ihr auch noch darauf achten, dass die Bauarbeiter sich kindersicher verhalten.
  • Nehmt vielleicht Oma und Opa als zusätzliche Augenpaare mit auf die Baustelle, damit die Kinder reihum „bewacht“ werden können.

Grundsätzlich sollten die Kinder, wenn sie auf die Baustelle mitgenommen werden, entweder in einem Alter sein, wo sie noch im Kinderwagen, Maxi Cosi oder Tragetuch bleiben können (bis ca. 9 Monate) oder so verständig sein, dass man ihnen Sachen erklären kann (ab ca. 2,5 Jahren). Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass es auf einer Baustelle gefährlich ist und sie auf die Eltern hören müssen. Das bedeutet, dass Krabbelkinder und Kinder unter 2,5 Jahren auf einer Baustelle niemals aus den Augen gelassen werden dürfen. Das variiert altersmäßig natürlich. Nur ihr könnt einschätzen, wie weit euer Kind ist.

Die Risiken für die eigenen Kinder und die eigene Sicherheit bei Eigenleistungen können zwar nicht versichert werden. Dennoch rate ich zu einer Bauherrenhaftpflichtversicherung. Damit werden Personenschäden an Dritten abgesichert, für die ihr sonst ein Leben lang haften müsstet. Auch Sachschäden z.B. an Nachbarhäusern oder parkenden Autos sind darüber versichert.

Hier nun, wie versprochen, die Übersicht der Fördermöglichkeiten.
Wenn ihr noch Fragen habt, wie ihr eure Kinder vernünftig miteinbezieht, dann meldet euch gerne über die Kommentare.
In Kürze kommt der Blogartikel „Bauen für Kinder“. Darin geht es darum, welche Belange und Bedürfnisse Kinder für ihre Zimmer und die gemeinschaftlich genutzten Bereiche haben.
Im Übrigen weiß ich, wovon ich spreche. Ich bin selbst Mama eines 3 Jährigen Energiebündels namens Karl und Ende Mai kommt das Zweite 🙂

Keine Angst vor Kostenfallen beim Hausbau! 5 erstaunliche Tipps für die Einhaltung des Budgets

Teil 3 der Blog-Serie „Budget, Finanzierung und Kostenfallen – Baukosten von Anfang an im Blick“

In den ersten beiden Teilen dieser Blog-Serie ging es ja bereits um die Budgetermittlung und die Wunschfinanzierung. Nun geht es darum, dass das Geld, was man vom Finanzierer bekommt, auch reicht.

Hier findest du Teil 1 und Teil 2 der Serie.

Hier lernt ihr wie ihr ruhig und ohne Angst vor Kostenfallen oder Nachfinanzierungen in euer Bauvorhaben starten könnt. Ihr erfahrt alles, was ihr vor der Planung von eurem Eigenheim wissen müsst, um Kostensteigerungen zu vermeiden.

Tipp 1: Nachfinanzierung verhindern!

Wenn es der Fall ist, dass Kosten nicht berücksichtigt wurden oder zu gering angesetzt waren, oder es zu unerwarteten Kostensteigerungen kommt, bleibt nach meiner Erfahrung oft nur die Nachfinanzierung. Diese Notsituation der Bauherren nutzen die Banken aus und gewähren die Nachfinanzierung nur zu deutlich schlechteren, also teureren Bedingungen, als die Grundfinanzierung. Das hat immer höhere Raten und eine längere Laufzeit zur Folge. Die Zinsen für die gesamte Laufzeit sind auch deutlich höher. Insgesamt also eine Win-Situation für die Banken und eine Loose-Situation für Euch. Wobei man gerechterweise auch dazusagen muss, dass für die Banken bei Baukostensteigerungen ja auch das Risiko steigt. Insbesondere dann, wenn keine Wertsteigerung damit einhergeht.

Die Nachfinanzierung gilt es jedenfalls in eurem Interesse zu verhindern!

Lasst, wie im letzten Artikel beschrieben, die angebotene Finanzierung von einem unabhängigen Finanzberater überprüfen. Sind alle Kosten berücksichtigt? Sind die Sicherheitspuffer für unvorhergesehenes groß genug? Sind die Betriebsnebenkosten für euch neben der Rate bezahlbar? Ein unabhängiger Berater rechnet in Eurem Sinne, nicht im Sinne einer Bank! Das solltet Ihr auf jeden Fall tun, auch wenn das ein bisschen was kostet. Damit seid ihr schlicht auf der sicheren Seite.
Nicht zuletzt: Informiert euch selbst vor der Planung, welche Kosten steigernden Faktoren es zu vermeiden gilt und wie ihr insgesamt kostensparend bauen könnt. Investiert da in euer Wissen, denn am Ende könnt ihr nur euch selbst zu 100 % vertrauen.
In meinem Blog werde ich in nächster Zeit einen Artikel zum kostensparenden Bauen veröffentlichen!

Tipp 2: Auf Transparenz achten!

Cui bono?

Egal für welchen Baupartner Ihr Euch entscheidet, fragt Euch immer: Cui bono? oder auf Deutsch: Wem nützt das?
Was ich damit sagen will: Jeder handelt in irgendeinem Interesse. Sei es im eigenen Interesse, im Interesse des direkten Auftraggebers oder im Interesse dessen Auftraggebers. Für das Vertrauen ist es enorm wichtig zu wissen, in wessen Interesse jemand handelt. Baut ihr mit einem Bauträger, dann beauftragt der auch die Handwerker. Das heißt der Bauträger bezahlt auch die Rechnungen der Handwerker. Für wen wird der Handwerker also arbeiten? Na klar, für den Bauträger und nicht für euch. Anders sieht das auch, wenn ihr den Handwerker selbst beauftragt. Dann bezahlt Ihr ihn und er wird sich Mühe geben gute Arbeit abzuliefern, damit ihr ihm nicht die Rechnung kürzt und ihn vor allem weiterempfehlt.

Warum erzähle ich euch das jetzt?

Naja, Kostenfallen entstehen immer da, wo Leistungen intransparent angeboten werden. Und sie sind immer dann intransparent, wenn der Anbieter nicht in eurem Interesse handelt. Das gilt im übrigen auch für Subunternehmer, die nicht in eurem direkten Auftrag arbeiten, sondern vom Auftragnehmer unterbeauftragt sind. Sie müssen sich mit dem direkten Auftragnehmer die Marge teilen. Daraus ergibt sich bereits der Zwang zu Einsparungen, die nur zu euren Kosten gehen können. Daher empfiehlt es sich bei der Auftragsvergabe Subunternehmer vertraglich auszuschließen.
Grundsätzlich ist es also am besten wenn Handwerker, Planer und Bauleiter in eurem direkten Auftrag handeln. So sind Konflikte mit den Interessen Dritter leichter auszuschließen. Der Prozess wird für euch transparenter und die Auftragnehmer bieten (hoffentlich) vollumfänglich an.

Tipp 3: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Wenn der Handwerker genug Aufträge hat (was zur Zeit meistens der Fall ist) und auf eure Empfehlung pfeift, kann es euch genauso gut passieren, dass er nicht vollständig anbietet auch wenn ihr ihn direkt beauftragt. Deshalb ist es wichtig einige Dinge zu beachten und vor allem nach dem Grundsatz: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser zu handeln.

Das A und O: vollumfängliche Angebote

Fragt euch bei allen Angeboten aber vor allem bei Fertighausanbietern und Bauträgern: Sind die Bauleistungsbeschreibung ausführlich und vollständig? Was ist enthalten, was nicht? Ist alles verständlich und transparent? Lasst euch die Vertragsgrundlagen VOR Vertragsunterzeichnung aushändigen. Nehmt euch die Leistungsverzeichnisse und Beschreibungen mit nach Hause und geht sie in aller Ruhe durch. Bei den genannten Anbietern ist es Teil der Strategie, dass ein Haus schlüsselfertig angeboten wird. Das heißt aber noch lange nicht, dass ihr dann auch einziehen könnt. Zur Erreichung der Kampfpreise wird oft einfach nicht alles angeboten, was für ein bewohnbares Haus notwendig ist.

Darüber solltet ihr euch bewusst sein!

Egal ob ihr ein Ausbauhaus kauft oder ein wirklich fertiges Haus haben wollt, in das ihr einfach einziehen könnt, die Prüfung der Vertragsunterlagen und der Bauleistungsbeschreibung durch einen unabhängigen Bauherrenberater lohnt sich auf jeden Fall. Und zwar VOR Vertragsschluss! Der Berater kann erkennen, welchen Ausbauzustand euer Haus gemäß der Bauleistungsbeschreibung haben wird und ob auch sonst alles drin ist, was ein Haus braucht. Fehlt etwas, könnt ihr nachverhandeln. Wenn ihr die 100-300€ in die unabhängige Prüfung investiert, spart ihr fast immer mehr Baukosten wieder ein. Absolut wird nicht zwangsläufig gespart, da es sich meistens um sogenannte „Ohnehin-Kosten“ handeln kann. Diese wären also ohnehin auf euch zugekommen. Nur wisst ihr es bei vorheriger Berücksichtigung auch und könnt für die Finanzierung damit rechnen oder die Planung ggf. noch einmal anpassen.
Nach Angaben des VPB (Verband privater Bauherren) kommen bei Angeboten von Bauträgern oder Generalunternehmern im Schnitt nochmal 25.000€ oben drauf. So ist die Nachfinanzierung ohne vorherige Prüfung ja beinahe unumgänglich!
Oft kommt bei der Prüfung aber auch heraus, dass das Haus vom Bauträger oder Fertighausanbieter gar nicht mehr viel billiger ist, als ein individuell geplantes vom Architekten. Zu dem Thema Werbetricks der Fertighausanbieter werde ich in Kürze auch einen Blogartikel veröffentlichen.

Bezahlen gemäß Baufortschritt

Achtung, jetzt kommt, etwas sehr wichtiges: Geht niemals in Vorleistung!

Bei Vertragsabschluss solltet ihr unbedingt darauf achten, dass keine Klauseln eingebaut sind, die Vorauszahlung in gewissem Maße mit einschließen. Es sollte ein in sich logischer Zahlungsplan im Vertrag vereinbart werden. Um als Laie abschätzen zu können, wie weit der Bau denn nun fortgeschritten ist und ob die Forderungen berechtigt sind oder nicht, empfiehlt es sich auch hier wieder einen unabhängigen Baubegleiter einzuschalten. Die Kosten dafür werden von der KfW https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Förderprodukte/Energieeffizient-Bauen-und-Sanieren-Baubegleitung-(431)/ gefördert.
Die Arbeit des Baubegleiters wird beträchtlich vereinfacht und zuverlässiger, wenn er seine Prüfungen auf Grundlage der Ausführungsplanung machen kann. Die Pläne der Entwurfsplanung, die ihr euch vor Vertragsschluss ja habt übergeben lassen, sind dafür zu grob. Besteht also auch nach Vertragsabschluss darauf, dass euch relevante Unterlagen zugänglich gemacht werden.

Den zusätzlichen Baubegleiter braucht ihr nicht, wenn ihr mit Architekt arbeitet, da dieser ja sowieso die Bauleitung macht und die Rechnungen der Handwerker immer in eurem Interesse prüft. Er gibt also nur Zahlungen frei, die auch berechtigt sind.

Lasst euch eine Baufertigstellungsbürgschaft vom Bauunternehmer geben! Sie sichert die Insolvenz des Bauunternehmers ab.
Hier findet ihr noch weitere Informationen, welche Unterlagen ihr euch von den Vertragspartner aushändigen lassen solltet:
vpb.de/Bauunterlagen

Tipp 4: Bauzeit einhalten

Eine der wichtigsten und größten Kostenfallen ist die Überschreitung der Bauzeit. Nicht nur, dass die Bank Bereitstellungszinsen verlangt, wenn das Geld nicht nach Plan abgerufen wird. Auch habt ihr eine Doppelbelastung von Miete und Rate, wenn die Fertigstellung des Hauses zeitlich hinter den vereinbarten Rückzahlungsbeginn rutscht. Von den zusätzlichen Baukosten durch längere Standzeiten von Kran und Gerüst ganz zu schweigen. Ihr könnt euch einfach merken: Bauzeitverlängerung kostet immer extra!

Mittel der Wahl: Bauzeitenplan

Deshalb ist es wichtig, dass ihr Wert auf einen qualifizierten Terminplan legt! Dieser ermöglicht erstens die detaillierte Planung der Bauabläufe und dient zweitens dem Controlling. Wenn Ihr mit Architekt baut, kann es sein, dass dieser von sich aus keine ausführliche, sondern nur eine grobe Terminplanung macht. Sprecht ihn schon früh darauf an, dass eine kurze aber realistische Bauzeit, die auch eingehalten wird, für euch essentiell ist. Besteht auf die Anfertigung eines qualifizierten Bauzeitenplans. Dieser ist Teil der honorierten Leistungen nach der Honorarordnung der Architekten (HOAI), verursacht also keine zusätzlichen Kosten.
Bei Bauträgern und Fertighausanbietern ist es oft Teil des Marketings, dass mit kurzen Bauzeiten geworben wird. Trotzdem müsst ihr selbst, auch bei diesen Baupartnern die Termine immer im Blick haben und, wenn nötig, Verzögerungen anmahnen.

Eigenleistung nicht überschätzen!

Wenn ihr mit Eigenleistung plant, dann plant realistisch. Habt ihr die Zeit, die Fähigkeiten und die Lust am Wochenende und nach Feierabend richtig rein zu klotzen? Könnt Ihr euch an den Terminplan halten? Wenn nicht, verschuldet ihr möglicherweise selbst die Bauzeitverlängerung. Wart ihr schon mal handwerklich aktiv? Wenn nicht, dauert die Eigenleistung garantiert länger, als ihr dafür einplant.
Besser ihr plant von vornherein so viel oder wenig Eigenleistung ein, dass ihr das auch schaffen könnt, als später in Zeitnot noch jemanden für den Putz oder die Fliesen finden zu müssen. Das wird garantiert teurer, als wenn ihr diese Leistungen von vorn herein mit ausgeschrieben hättet.

Tipp 5: Gute Kostenplanung mit Erfolgshonorar

Beim Bauen mit Architekt solltet ihr von Anfang an auf eine qualifizierte Kostenplanung beharren. Im Gegensatz zum Bauen mit Fertighausanbietern oder Bauträgern steht beim Architektenhaus kein Festpreis dran. Also müssen von Beginn an die Kosten und das Budget immer fest im Blick bleiben. Euer Architekt kann als Mensch vom Fach immer geeignete Maßnahmen vorschlagen, wenn die Planung droht, das Budget zu überschreiten. Diese Maßnahmen funktionieren dann oft so gut, dass es sogar eine deutliche Budgetunterschreitung gibt!
Zwar sollte es selbstverständlich sein, dass ein Architekt sehr kostenbewusst plant und das Budget einhält, dennoch empfiehlt es sich bei Vertragsabschluss einen Erfolgsbonus zu vereinbaren: Sollte es der Architekt schaffen das Budget um 10 oder 20% zu unterschreiten, bekommt er einen vereinbarten Betrag zusätzlich zum Honorar.

Fazit:
Kostenfallen sind also eigentlich leicht zu vermeiden, wenn ihr euch an diese Tipps haltet. Und ganz wichtig: fragt im Zweifelsfall immer noch mal einen Fachmann. Wenn ihr mehr zu versteckten Kosten und Kostenfallen wissen wollt oder von euren eigenen Erfahrungen berichten wollt, hinterlasst mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich über euer Feedback.

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